Nahrungsergänzung – sinnvoll oder überflüssig?
Vitamine und Mineralstoffe kommen in der Nahrung in natürlicher Form vor. Dennoch werden wir in der Werbung regelmäßig über Nahrungsergänzung und deren vermeintliche Notwendigkeit in unserer Ernährung informiert. Begründet wird dies in einer sinkenden Nährstoffkonzentration unserer Nahrungsmittel. Im Klartext soll dies heißen, dass unsere heutigen Äpfel nicht mehr über die Vitamine und Mineralstoffe verfügen, wie dies vor Jahren noch der Fall war.
Unsinn – so sagen Ärzte. Grundsätzlich ist Nahrungsergänzung in einer gesunden Ernährung nicht notwendig. In Krankheitsfällen oder aber bei besonderer Belastung kann die Nahrungsergänzung – also die Vitamine aus der Pille – eine gute Ergänzung zur Ernährung sein. Allerdings darf nicht die Hoffnung auf die Nahrungsergänzung gesetzt werden, dass diese eine unausgewogene Ernährung abfangen kann.
Der Körper ist grundsätzlich in der Lage, auch Phasen einer verminderten Nährstoffzufuhr abzufangen und damit die Vitamine aus der Pille sinnlos zu machen. Selbst wenn die empfohlenen Mengen hinsichtlich der Vitamin- und Mineralstoffaufnahme unterschritten werden, treten bei uns keine Mangelerscheinungen auf.
Während eine zu hohe Aufnahme von Mineralstoffen durch den Körper reguliert wird, ist es bei Vitaminen schon anders, denn die können in zu hoher Dosis und über längeren Zeitraum zugeführt auch Schäden verursachen.
Einfach und schnell lässt sich der Bedarf einer Nahrungsergänzung beim Arzt mittels einfachem Bluttest feststellen. Wird hier kein Mangel festgestellt, reicht die gesunde und ausgewogene Ernährung völlig aus, um sich darüber hinaus auch noch weitaus kostengünstiger zu ernähren.
Kurzfristige und eigenständige Einnahme von Magnesium, um beispielsweise Wadenkrämpfe nach sportlichen Aktivitäten zu verhindern, ist aber möglich und in kurzem Zeitrahmen durchaus in Ordnung. Im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Arzt um Rat.