Fassadensanierung unter energetischen Gesichtspunkten
Gesetzliche Grundlagen.
Seit der Konferenz von Kyoto 1997 gibt es eine verbindliche internationale Vereinbarung zur Verminderung des CO2 Ausstoßes. Dazu gehört, sorgsam mit Energien umzugehen und den Verbrauch zu reduzieren. In Deutschland gibt es seit 2002 mit Novellierungen 2007 und 2009 die EnEV, die Energiesparverordnung für Wohngebäude. Seitdem gibt es für Gebäude einen Energieausweis, der entweder den tatsächlichen oder den erwarteten Verbrauch überschlägig rechnet. Ausgenommen davon sind nur Gebäude unter Denkmalschutz.
Sanierungsmethoden.
Es gab verschiedene Untersuchungen über Sanierungs- und Wärmeeinsparungsmöglichkeiten gleichermaßen. Gegenüber standen sich dabei auch die Frage, ob eine Dämmung der Fassade von innen oder außen besser wäre. Dabei hat man errechnet, dass eine gute Dämmung von außen bis zu 75% der Energiekosten einsparen kann, während die Dämmung von innen nur für denkmalgeschützte Gebäude zur Anwendung kommen sollte, weil sie eher zu Problemen wie Schimmelbildung führt.
Das Wärmedämmverbundsystem.
Das heute allerorten verwendete Wärmedämmverbundsystem (WDVS) sieht vor, dass mehrere Schichten auf der Außenwand von Gebäuden angebracht werden sollten. Dämmstoffplatten verhindern zunächst das Entweichen von Wärme, Gewebe und Armierungsmörtel tragen folglich dazu bei, dass keine Risse möglich sind. Darauf kommt ein spezieller von der Gebäudelage abhängiger Außenputz, und die Fassadenfarbe, für die ähnliche Kriterien gelten.
Materialeinauswahl/ Auswahlkriterien.
So einfach das klingt, so einfach ist es nicht. Zunächst ist eine fachgerechte Ausführung notwendig. Dann gilt es unter verschiedenen Materialien die richtige Auswahl zu treffen: Hanf, Holzfasern, Zellulose, Kork, Schafwolle (organisch , nachwachsend), Polystyrol, Polyuretanschaum (organisch, nicht nachwachsend) oder (anorganisch/mineralisch) Blähbeton, Mineralwolle, Kalziumsilikat, Schaumglas.