Funktionen des Otoskops
Wie funktioniert ein Otoskop?
Ein Otoskop ist ein medizinisches Gerät zur Untersuchung des menschlichen oder tierischen Ohres. Die so angewandte Untersuchungsmethode durch einen Arzt wird Otoskopie genannt. Das Otoskop besitzt einen trichterförmigen Aufsatz mit einer sehr starke Linse zur Vergrößerung, die auf einem Griff befestigt ist. In diesem Griff befindet sich in der Regel auch die Batterie oder der Akkumulator, der die im Trichter angebrachte Beleuchtung mit Strom versorgt. Mit ihrer Hilfe kann der untersuchende HNO-Arzt den Bereich des äußeren Gehörganges und des Trommelfells gut einsehen und eingehend untersuchen. Zusätzlich zu dieser Grundfunktion des Otoskops können an der Vorderseite des Trichters noch weitere Aufsätze befestigt werden, je nachdem welcher spezielle Bereich des Ihres in Augenschein genommen werden soll.
Welche Weiterentwicklungen gibt es?
Auch vor der Otoskopie hat die Entwicklung der Medizintechnik natürlich nicht halt gemacht. Eine neue Entwicklung auf dem Gebiet des Otoskopes ist das so genannte Video-Otoskop. Es besitzt eine eingebaute Digitalkamera mit CCD-Sensor sowie eine separate Lichtquelle, eine Kaltlicht-Leuchte. In den meisten Fällen ist dies eine hochwertige Xenon- oder Halogen-Lampe, die über einen Reflektor in elliptischer Form verfügt. Die Verwendung einer Kaltlichtquelle reduziert den ausgestrahlten Anteil des infraroten Lichtes um die störende Hitzeentwicklung normale Lampen zu verhindern. Die Intensität des Kaltlichts im Bereich des für das menschliche Auge sichtbaren Spektrums ist dennoch äußerst hoch. Die Kamera und die Kaltlicht-Beleuchtung erlauben es dem untersuchenden HNO-Arzt oder dem Hörgeräteakustiker, der so genannte Otoplastiken für Hörgeräte anfertigt, das betreffende Ohr im noch genauer im Detail zu betrachten.